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Zwei wichtige Erfolgserlebnisse konnte die 1. Herrenmannschaft am Wochenende feiern: Durch die Verlegung des letzten Hinrundenspiels stand der HVE innerhalb von 48 Stunden zweimal auf der Platte. Beide Partien waren enorm bedeutsam, da es gegen die beiden Teams vom Tabellenende ging, von denen sich der HVE entweder entscheidend absetzen oder in den Abstiegskampf hätte ziehen lassen können. Doch der HVE konnte sich in beiden Partien nach wackeligen Phasen die Punkte sichern, sich damit Luft verschaffen und wieder Anschluss an das Tabellenmittelfeld finden. Kaller SC – HV Erftstadt 22:35 (9:12) Zu ungewohnter Zeit am Freitagabend ging es zunächst gegen das Tabellenschlusslicht nach Kall. Dem HVE war die äußerst bescheidene Leistung inklusive Niederlage in Kall in der vergangenen Saison noch lebhaft vor Augen. Trotz des Tabellenplatzes war der HVE also vorgewarnt, dass es in Kall kein Selbstläufer werden würde. Der HVE brauchte ein paar Minuten, um in die Partie zu kommen, übernahm dann aber schnell die Führung und baute diese Mitte der ersten Halbzeit erstmals auf vier Tore aus (4:8/21. Minute). Offensiv war die Partie kein Spektakel, auf beiden Seiten fehlte es an Durchschlagskraft, der HVE ließ zudem noch einige Chancen liegen. Der Vorsprung blieb konstant, absetzen konnten sich die Gäste bis zur Halbzeit jedoch nicht mehr. Beim Stand von 9:12 wurden die Seiten gewechselt. Auch nach dem Seitenwechsel brauchte der HVE ein paar Minuten, um wach zu werden. Kall verkürzte noch einmal auf 12:14, danach gelang es dem HVE aber schnell, für klare Verhältnisse zu sorgen. In der 39. Minute stellte der HVE beim Stand von 14:19 die erste Fünf-Tore-Führung her, verwaltete diese anschließend einige Minuten und zog dann endgültig davon. Alle Spieler erhielten nun Einsatzzeiten und konnten sich in die Torschützenliste eintragen, der Vorsprung wuchs immer weiter. So siegte der HVE letztlich dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte klar mit 22:35. Die erste Aufgabe des Wochenendes war damit erfolgreich absolviert. HV Erftstadt – HSG Siebengebirge 3 36:31 (18:19) Zwei Tage später erwartete den HVE nun zu Hause die HSG Siebengebirge. Auch die HSG hatte die Chance, dem HVE mit einem Sieg in der Tabelle auf die Pelle zu rücken – dies wollte die 1. Herrenmannschaft mit einem Erfolg unbedingt verhindern. Dank des breiten Kaders und der Wechsel am Freitag waren alle Spieler fit und ausgeruht, der Doppelspieltag sollte also keine Belastung darstellen. Der HVE tat sich wie schon am Freitag gegen Kall in der ersten Halbzeit schwer. Allerdings entwickelte sich dieses Mal eher ein offensives Spiel, in dem beide Abwehrreihen zunächst wenig zu melden hatten. Auf beiden Seiten fielen Tore in Serie, der HVE musste dabei jedoch erst einmal hinterherlaufen und lag praktisch die gesamte erste Hälfte in Rückstand. Beim Stand von 11:15 in der 22. Minute schien sich Siebengebirge absetzen zu können, der HVE konterte jedoch und konnte noch vor der Pause auf 18:19 verkürzen. Diesen Schwung nahmen die Gastgeber auch mit in die zweite Hälfte: Sofort wurde die Führung erobert (20:19 in der 33. Minute), die ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr hergegeben wurde. Während der HVE offensiv ebenso erfolgreich blieb wie in der ersten Halbzeit, konnten die Gäste nicht mehr ganz mithalten und taten sich im Angriff zunehmend schwer. Dadurch konnte sich der HVE etwas absetzen, entscheidend abschütteln ließ sich die HSG jedoch nicht. Insgesamt war die Partie nach der Pause äußerst zerfahren. Dank insgesamt neun Zeitstrafen in Halbzeit zwei war fast durchgängig mindestens eines der beiden Teams nicht in Vollbesetzung auf der Platte. Der HVE ließ sich davon jedoch weniger beirren, beschäftigte sich weniger mit den Schiedsrichtern und dafür lieber mit gut ausgespielten Überzahlsituationen, wenn sich diese boten. Die Partie blieb zwar bis kurz vor Ende eng, näher als auf zwei Tore kam Siebengebirge aber nie heran. Der HVE wiederum setzte sich mit einem 4:0-Lauf von der 52. bis zur 58. Minute entscheidend ab. Die Gäste versuchten mit einer offenen Manndeckung am Ende zwar noch einmal alles, konnten den HVE jedoch nicht mehr in Bedrängnis bringen. Die Partie endete schließlich mit 36:31, der HVE konnte damit ein perfektes Wochenende abschließen und sich die dringend benötigten vier Punkte gegen direkte Tabellennachbarn sichern.
Endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis: Der HVE startet positiv ins neue Jahr und besiegt den Tabellennachbarn HSG Sieg 2 mit einer ordentlichen Leistung verdient und klar. Mit dem zweiten Saisonsieg setzt sich die Mannschaft etwas von den letzten beiden Plätzen der Liga ab und verkürzt den Abstand zur HSG Sieg wieder auf zwei Punkte. „2025 hinter sich lassen und 2026 direkt mit einem Erfolgserlebnis starten“ – unter dieser Devise machte sich die 1. Herrenmannschaft Anfang Januar zur Zweitvertretung der HSG Sieg auf. Seit dem ersten Spieltag hatte der HVE sieben Partien in Folge nicht gewinnen können, doch diese Serie sollte nun der Vergangenheit angehören. Mit der HSG Sieg 2 wartete ein direkter Tabellennachbar, der sich nach Punkten bereits etwas vom HVE abgesetzt hatte und sich mit einem Sieg weiter hätte distanzieren können. Der HVE stand zwar nach Torverhältnis besser da, hatte dies bislang jedoch nicht in Zählbares ummünzen können und brauchte die Punkte dringend, um den Anschluss zu halten. Der HVE musste in der Partie ohne gelernten Mittelmann auskommen und auch auf der Torhüterposition etwas umdisponieren, ansonsten reiste die Mannschaft jedoch nahezu in Bestbesetzung an. Erftstadt kam gut in die Partie und ging direkt in Führung. Der HVE konnte den Gegner in der Anfangsphase mit einer sehr stabilen Abwehr und einigen starken Paraden von Timothy direkt auf Distanz halten und überstand auch eine frühe Zeitstrafe unbeschadet. Wenig später stand bereits die erste Drei-Tore-Führung auf der Anzeigetafel (1:4, 5. Minute). Bei diesem Abstand pendelte sich die Partie zunächst bis zur Mitte der ersten Halbzeit ein. Der HVE hatte das Spiel unter Kontrolle, vergab jedoch einige Wurfgelegenheiten, während hinten kleinere Unaufmerksamkeiten zu Gegentoren führten. Insgesamt war der HVE aber konstant am Drücker und ließ vor allem defensiv wenig anbrennen. Sieg schwächte sich Mitte der ersten Halbzeit durch zahlreiche Zeitstrafen und eine frühe Rote Karte wegen dreimal zwei Minuten selbst, der HVE nutzte die Überzahl trotz einiger Fehlwürfe und zog davon (7:14, 20. Minute). Anschließend kam bei der HSG der Spielertrainer in die Partie, den der HVE defensiv zunächst nicht richtig in den Griff bekam. Nach drei schnellen Gegentoren durch ihn schmolz der Vorsprung noch einmal auf fünf Treffer zusammen, danach fand der HVE jedoch wieder zu seiner Linie. In den letzten Sekunden vor der Pause agierte das Team gedankenschnell, konterte nach einem Ballgewinn und stellte zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff den Sieben-Tore-Abstand wieder her. Mit einem beruhigenden 12:19 ging es in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig. Der HVE agierte in der Abwehr wieder etwas aggressiver und konnte daraus mit einem schnellen 0:3-Lauf Kapital schlagen. So war die Partie in der 35. Minute beim Stand von 13:23 scheinbar bereits entschieden und plätscherte vor sich hin. Dann kam jedoch, wie so oft, ein Bruch ins Spiel der 1. Herren: Zwischen der 47. und 53. Minute wollte offensiv kaum noch etwas gelingen, mehrere Ballverluste führten zu einem 6:1-Lauf für Sieg. Beim Stand von 25:30 kam sieben Minuten vor Schluss noch einmal kurz Spannung auf, doch das Polster war groß genug, sodass der HVE nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis geriet. Nach einer Auszeit brachte die Mannschaft die Partie sicher nach Hause und durfte endlich wieder einen Sieg feiern.
Der HVE findet weiterhin nicht aus der Krise und muss auch gegen den TuS Niederpleis eine Niederlage hinnehmen. Gegen den Tabellennachbarn hatte sich das Team viel vorgenommen und kam gut in die Partie, verlor anschließend jedoch erneut den Faden und musste sich am Ende verdient mit 24:21 geschlagen geben. Unter der Woche hatte es einige Gespräche innerhalb der Mannschaft gegeben, um nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Niederpleis hatte vor der Partie zwar zwei Punkte mehr auf dem Konto, wies jedoch das schlechtere Torverhältnis auf. Somit trafen zwei Mannschaften aufeinander, die in etwa auf Augenhöhe agierten und beide vermeiden wollten, in den Tabellenkeller zu rutschen. Der HVE hatte sich fest vorgenommen, die Anfangsphase nicht wie so oft zu verschlafen und direkt mit wachem Kopf und voller Motivation zu starten. Dies schien zunächst auch zu gelingen: Nach einigen guten Abwehraktionen und Paraden führte der HVE bereits nach vier Minuten mit 0:3. Ein hoffnungsvoller Start nach Maß, der eigentlich Sicherheit geben sollte. Doch leider blieb dieser Beginn nur ein kurzes Strohfeuer. Zehn Minuten vergingen bis zum nächsten eigenen Treffer, in denen die Gastgeber die Partie mit einem 6:0-Lauf bereits gedreht hatten. Immerhin überstand der HVE im Anschluss eine Zeitstrafe unbeschadet und konnte in der 22. Minute wieder ausgleichen (7:7). Es entwickelte sich insgesamt keine Partie auf hohem Niveau. Defensiv konnte der HVE die Angriffsbemühungen des TuS zwar gut kontrollieren, nutzte dies offensiv jedoch zu selten, um sich abzusetzen. In den Minuten vor der Pause zeigte der HVE immerhin etwas mehr Spielfluss, wodurch einige Lücken aufgedeckt wurden. Dies reichte aus, um erneut in Führung zu gehen. Mit einem 8:10 aus Sicht der Erftstädter ging es in die Halbzeitpause. Auch die Phase nach der Pause war in den Tagen vor der Partie thematisiert worden, da der HVE in dieser Saison zu oft schläfrig aus der Kabine gekommen war. Entsprechend wollte man konzentrierter agieren. Im Gegensatz zur Anfangsphase der Partie gelang dies jedoch überhaupt nicht. Vielmehr sank das Niveau weiter ab: Die in der ersten Halbzeit noch sattelfeste Abwehr erlaubte den Niederpleisern mehrere unbedrängte Distanzwürfe, die in nicht einmal sieben Minuten zu fünf Gegentoren führten. Insgesamt benötigten die Gastgeber lediglich 13 Minuten, um ihre Torausbeute aus der ersten Halbzeit zu verdoppeln. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte der HVE offensiv noch mit Einzelaktionen dagegenhalten und das Schlimmste verhindern (16:16). Danach brach der Angriff jedoch endgültig zusammen. Eine unfassbare Anzahl technischer Fehler, ein stockender Spielaufbau und zunehmende Verzweiflung lähmten das Offensivspiel. Zudem ließ auch das Rückzugsverhalten deutlich zu wünschen übrig. So war es für die Gastgeber ein Leichtes, innerhalb weniger Minuten davonzuziehen (21:17, 49. Minute). Anschließend bot sich dem HVE sogar noch einmal eine Gelegenheit: Sieben Minuten lang ließ man selbst keinen Treffer zu und verkürzte noch einmal auf 21:20. Doch in den letzten Minuten fiel dem HVE offensiv nichts mehr ein, außer mit dem Kopf durch die Wand zu wollen – ohne Erfolg. Am Ende stand eine 24:21-Niederlage gegen Niederpleis, das sich damit auch tabellarisch weiter vom HVE absetzen konnte.